Die Borrelioseinfektion beim Hund

 

 

Borreliose ist eine in Europa schon lange Zeit bekannte Infektionskrankheit.

Ausgelöst wird die Erkrankung durch ein Bakterium, dass von Zecken übertragen wird. Während beim Menschen jährlich 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert werden, sind Hunde einem viel höheren Infektionsrisiko ausgesetzt als Menschen. Untersuchungen beweisen, dass nahezu 70% der häufigsten Zeckenart (Ixodes ricinus) mit den Erregern verseucht sind.

Nach dem Biss der Zecke werden die Borrelien über die Speicheldrüse der Zecke auf den Hund oder Menschen übertragen. Die Bakterien vermehren sich zunächst in der Haut und wandern oft erst nach Wochen in andere Körperregionen. Nach 2-5 Monaten treten die ersten Krankheitssymptome wie Fieber, Appetitlosigkeit und Lahmheit auf. Typischer Weise zeigt sich beim Hund eine Arthritis von einem oder mehreren Gelenken. In einigen Fällen zeigen die Hunde Nervenschäden, Herzversagen, Nierenerkrankungen oder Hautnekrosen.

Mit einem serologischen Bluttest wird die Borrelieninfektion nachgewiesen und nach mehrwöchigen Antibiotikagaben kann die Erkrankung meist geheilt werden.

Seit kurzem gibt es eine neue Impfung die Hunde gegen 90% der in Österreich vorkommenden Borrelienstämme schützt.

Hunde können ab der 12. Lebenswoche geimpft werden. Eine Auffrischungsimpfung nach 3 Wochen und 6 Monaten gewährleisten einen Impfschutz für ein Jahr.

Da Zecken auch andere gefährliche Krankheiten auf den Hund übertragen, ist auch eine Zeckenprophylaxe unumgänglich. Zeckenbänder oder moderne Auftropflösungen vermitteln ausreichend Schutz für Hund und Mensch!

 

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