Harnwegserkrankungen beim Hund

 

 

Erkrankungen des Harntraktes kommen bei Hunden jeden Alters und Rasse relativ häufig vor. Hündinnen erkranken öfter als Rüden und bedürfen daher einer genaueren Beobachtung.

Betroffen kann jeder einzelne Abschnitt des Harnapparates sein.

Der Harntrakt beginnt bei den Nieren, führt über die Harnleiter in die Blase und endet mit der Harnröhre, bei der Hündin im Scheidenvorhof und beim Rüden an der Penisspitze.

Unterschiedlichste Ursachen können für eine Erkrankung verantwortlich sein. Viren, Bakterien, Harnsteine, Tumore, aber auch schwere innere Erkrankungen, wie Diabetes z. B., können Entzündungen auslösen.

Die typische Zystitis ist gekennzeichnet durch häufigen, tropfenweisen und schmerzhaften Harnabsatz. Der Harn kann trüb und blutig sein. Bei einer bakteriellen Erkrankung zeigt der Hund Inappetenz, Fieber und im Fall einer Infektion der Nieren auch Schmerzen in der Nierengegend.

Chronische Erkrankungen sind meist nicht so deutlich zu erkennen und die Symptome, wie vermehrter Durst und oftmaliges Harnabsetzen stehen im Vordergrund.

 

Durch eine genaue klinische Untersuchung kann eine einfache akute Erkrankung rasch diagnostiziert werden. Schwere Infektionen die mit Störungen des Allgemeinbefindens einhergehen, ist unbedingt eine Urin- und Blutanalyse notwendig. Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes helfen bei der rechtzeitigen Erkennung dieser Krankheit.

 

Behandelt werden akute Infektionen mit Antibiotika, entzündungshemmenden Medikamenten und Infusionen. Werden Harnsteine nachgewiesen, so muss zusätzlich noch eine steinauflösende Diät gefüttert werden.

 

Chronische Nierenleiden müssen regelmäßig mittels Laboruntersuchungen kontrolliert werden und erfordern meist eine drastische Futterumstellung und eine lebenslange Medikamentengabe.

 

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