Harnwegserkrankungen bei der Katze

 

 

Niere, Harnleiter, Blase und Harnröhre sind bei Katzen besonders krankheitsanfällig.

Ältere Tiere leiden häufiger an einer  Nierenfunktionsstörung. Dieses chronische Leiden bleibt lange Zeit unbemerkt, wenn es nicht zufällig bei einer Gesundenuntersuchung entdeckt wird. Die Katzen sind inappetent, erbrechen gelegentlich und zeigen vermehrt Durst. Der Körper wird unzureichend entgiftet und beginnt auszutrocknen, da der Flüssigkeitshaushalt nicht mehr reguliert werden kann. Durch eine Blutuntersuchung kann der Schweregrad der Erkrankung festgestellt werden. Infusionen ersetzen verlorengegangene Flüssigkeit und Elektrolyte. Zusätzliche Gabe einer speziellen Nierendiät (Eiweiß-,Phosphorarm) verlangsamt den Verlauf der Krankheit. Eine Heilung ist nicht möglich.

Die Blasenentzündung (Zystitis) kommt bei der jungen Katze öfter vor. Ursachen sind bakterielle und virale Infekte, Stress (Wohnungs- oder Besitzerwechsel), Harnsedimente (Steine) oder genetische Veranlagung (Perser).

Dem Katzenbesitzer fällt oftmaliger, tropfenweiser, blutiger Harnabsatz auf.

Einfache Entzündungen sind mit Antibiotika und Infusionen rasch auszuheilen.

Manchmal wiederholt sich die Entzündung in kurzen Abständen, dann ist eine wochenlange Therapie mit Medikamenten und einem speziellen harnsäuernden Futter nötig.

Die Symptome der Harnsteinerkrankung sind anfänglich wie bei der „gewöhnlichen“ Blasenentzündung. Die Katze setzt häufig, tröpfchenweise, blutigen Harn ab. Beim Kater kommt es zur Verstopfung der Harnröhre, sodass er keinen Harn absetzen kann. In diesem Fall muss die Blase rasch mittels Katheter oder Punktion entleert werden. Bestimmte Harnsteinarten lassen sich mit einer Spezialdiät im Urin auflösen und bei strikter Einhaltung der Diät kann eine erneute Steinbildung verhindert werden.

 

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