Die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

 

 

Die Schilddrüsenunterfunktion ist neben der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) die häufigste hormonelle Erkrankung des Hundes.

Die Schilddrüse liegt als zweigeteiltes Organ an der Unterseite der Luftröhre und ist im Normalfall nicht zu ertasten. In dieser Drüse wird das wichtige Hormon Thyroxin (T4) gebildet. Liegt die im Blut messbare Konzentration von T4 unter dem Normalwert, dann spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion.

Die Ursache kann eine Entzündung oder ein Tumor in der Schilddrüse sein.

Die Symptome am Hund sind vielfältig. Dem Besitzer fallen Gewichtszunahme, Trägheit, vermehrtes Schlafbedürfnis und Kälteempfindlichkeit auf. Häufig leidet das Tier unter Hauterkrankungen wie Haarveränderungen, Haarausfall, Schuppenbildung und fettes, verfilztes Haar. In der Folge kommt es zu Bewegungsstörungen, Schiefhalten des Kopfes und manchmal sogar zu Krampfanfällen.

Mittelgroße und große Rassen sind häufiger als kleine Rassen betroffen. Hunde über 7 Jahre erkranken deutlich öfter.

Die Diagnose wird einfach über eine Blutuntersuchung gestellt. Bei älteren Tieren ist eine Messung der Thyroxinkonzentration bei der Gesundenuntersuchung zu empfehlen.

Ist die Diagnose abgesichert, so gestaltet sich die Therapie relativ einfach. Die Verabreichung von synthetischem Thyroxin erfolgt 2x täglich und ein Leben lang.

Anfänglich wird die Therapie im monatlichen Abstand mittels Blutuntersuchung kontrolliert und bereits nach 4 Wochen sind die Erfolge am Haarkleid sichtbar.

 

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