Unsauberkeit bei Katzen

 

 

Grundsätzlich sind Katzen schon im frühen Welpenalter sauber. Schnell lernen sie von der Mutter die Katzentoilette zu benützen. Manchmal  meiden Katzen aber, aus scheinbar unerfindlichen Gründen das Kisterl und setzen ihren Kot und Harn an anderen Stellen in der Wohnung ab.

Angstauslösende Situationen sind häufig Ursache für Verhaltensstörungen bei Katzen.

Dazu gehören:

-   Zeitweise oder dauernde Trennung von der Bezugsperson

-   Umgebungsänderungen  (Wohnungswechsel)

-   Bewegungseinschränkung (vom Freiläufer zur Wohnungskatze)

-   Veränderungen im sozialen Umfeld ( Baby)

-   Eifersucht oder Verlust einer Mitkatze

-   Laute Geräusche ( Baustelle)

-   Standortveränderung der Katzentoilette

-   Unpassendes Katzenstreu

-   Starke Verunreinigung des Kisterls

 

Das unerwünschte Absetzen von Kot und Harn ist immer mit einer für die Katze unangenehmen oder negativen Ursache verbunden und erfolgt nie zufällig.

Oft erscheinen die Gründe unwesentlich und banal, sind aber für die Katze unerträglich. Rasch gilt es die Ursachen herauszufinden, was die Katze aus dem Gleichgewicht gebracht hat.

Wird die Untugend zur Gewohnheit, so bleibt nur mehr der Weg zum Tierarzt.

Bei einer gründlichen klinischen Untersuchung werden eventuelle organische Krankheiten (Blase, Niere...) ausgeschlossen.

Eine verhaltenstherapeutische Beratung in Verbindung mit gezielter Medikamentengabe ist nötig. Schon nach wenigen Tagen tritt eine deutliche Besserung des unangenehmen Verhaltens ein. Die medikamentelle Therapie wird mindestens noch 3 Wochen nach Verschwinden der Symptome beibehalten. Bei der Mehrheit der behandelten Katzen zeigt sich eine dauerhafte Besserung des Verhaltens. Dennoch muss ich betonen, dass es immer einige therapieresistente Fälle gibt, bei denen eine dauernde Medikation notwendig ist. Wichtig ist die Unterscheidung von geschlechtsbedingtem Harnmarkieren und unangemessenem Harnabsatz als Verhaltensstörung. Hier kann die rechtzeitige Kastration verhindern, dass das Markierungsverhalten zur Gewohnheit wird.

 

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